Fasziniert von der Musik der Beatles, dem Jazz, später auch der Klassik und der Moderne, studierte Martin Franke, Violine, am Konservatorium in München und an der Musikhochschule Düsseldorf.
Neben seiner festen Tätigkeit bei den Augsburger Philharmonikern geht er – fern der Klassik – eigene Wege, engagiert sich bei Projekten im Theater-, Tanztheater- und Filmmusikbereich.
Er widmet sich auch dem französischen Chanson, dem »Pop«, der afrikanischen Musik, der türkischen Musik oder experimentiert mit improvisierenden Musikern (»Boscarelli 91«). Sein starkes Interesse für Folklore und ethnische Musik führte ihn schließlich auch zum argentinischen Tango, zu prägenden Begegnungen mit argentinischen Musikern und zahlreichen Auftritten in Formationen wie dem »Quinteto Tocar«, dem Quartett »El Jaguar« oder dem Trio »Mas Que Tango«.
Stefan Schwab, Klarinette, verbrachte in Jugendjahren viele Stunden damit, am Radio und Plattenspieler die Soli der großen Jazzsaxophonisten und -klarinettisten nachzuspielen.
Er studierte dann an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Gerd Starke und Deborah Marshall sowie bei Prof. Eduard Brunner in Saarbrücken. 1993 wurde er stellvertretender Soloklarinettist bei den Augsburger Philharmonikern. Seine musikalischen Wurzeln sieht er auch in der authentischen bayrischen Volksmusik und geht ihnen klarinettistisch in Hinterhöfen oder dem Oktoberfest nach. Seine Liebe zum Jazz und zu improvisierter und freier Musik blieb ihm dabei immer erhalten.
In unterschiedlichsten Bands lebt er diese musikalische Seite aus.
Gregor Holzapfel, Gitarre, sozialisiert mit Rock- und Jazzmusik, studierte in Augsburg am Leopold-Mozart-Konservatorium und anschließend an der Musikhochschule Karlsruhe klassische Gitarre.
Seit 1988 verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Augsburger Philharmonikern.
Die großen deutschen Orchester (BRSO, Bayrische Staatsoper, SWR, Münchner Philharmoniker…) rufen bei ihm an, wenn bei Mahlersymphonien oder zeitgenössischen Programmen Gitarre, Mandoline, E-Gitarre oder E-Bass gefragt sind. Dann geht er auf Welttournee.
In kleinen Besetzungen konnte er seine Interessen in zeitgenössischer Musik („GO GUITARS“, ein Ensemble mit fünf E-Gitarren - Musikstipendium der Stadt München) als auch im Bereich Weltmusik mit „Parablui“ und dem „Quinteto Tocar“ in vielen Konzerten und Aufnahmen ausleben.
Wäre Herbert Engstler, Kontrabass, den Leidenschaften seiner Jugendzeit gefolgt, wäre er statt Kontrabassist bei den Augsburger Philharmonikern eher in einer Band als E-Bassist oder irgendwo als Profifußballer gelandet.
Sein damaliger Musiklehrer aber beorderte den begabten Klavierschüler als Kontrabassist ins Schulorchester. So nahm eine klassische Musikerkarriere seinen Lauf: Nach dem Abitur folgten Studienjahre in Augsburg, München und Wien. Der anschließende Alltag im Orchester ließ aber auch bei ihm die Neugier nach klassikfernen Genres nicht verstummen. Er lernte Hackbrett, engagiert sich in der Volksmusik, der Salonmusik und spezialisierte sich auf den argentinischen Tango.
Außerdem liegt ihm der Kontrabassnachwuchs sehr am Herzen.
Von Gregor Holzapfel 1998 ins Leben gerufen.
Kurzzeitig bestand die erste Besetzung aus Violine, Klarinette, Gitarre, Kontrabass und Klavier.
Schon bald wurde das Klavier durch ein Bajan (Knopfakkordeon) abgelöst.
Das erste Quinteto Tocar von 1998 bis 2002:
Martin Franke - Violine,
Stefan Schwab - Klarinette,
Gregor Holzapfel - Gitarre und Arrangements,
Wilhelm Trofimenko - Bajan,
Andreas Finke - Kontrabass.
2001 mussten Willi Trofimenko und Andreas Finke die Gruppe aus beruflichen Gründen verlassen.
Das zweite Quinteto Tocar mit Frank Aumann, Bajan und Herbert Engstler, Kontrabass wurde ins Leben gerufen. Diese Besetzung hielt bis zur Auflösung im Jahr 2008.
Viele Konzerte und Liveauftritte bestimmten diese Zeit. Eine Zeit des musikalischen Lernens u.a. mit einem Musiker Workshop mit Alfredo Marcucci - Bandoneon (1929-2010), Kontakte nach Buenos Aires (Norberto Vogel, Arr./Piano/Bandoneon) und vielen Tänzern und Tänzerinnen. Besonders die Zusammenarbeit mit Rupert Feiner (Baila Tango München) war sehr lehr- und erfolgreich.
Nach zehn Jahren Pause kam der Wunsch einer Reunion auf. Durch die Pandemie ließ die Realisierung etwas auf sich warten. Und leider konnte Frank Aumann aus familiären Gründen nicht wieder mit dabei sein.
So entstand unser jetziges Quarteto Tocar. Unser erster Auftritt zu viert war im Juli 2023.
Seitdem ist die Begeisterung ungebremst.
Schauen wir, was uns die Zukunft bringen wird:
LO QUE VENDRÀ!